Kompromiss bei Leerfahrten von Krankenwagen

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Siegfried Trost bekommt in seiner Pflegeresidenz in Leverkusen einen Schlaganfall. Trotz seines kritischen Zustands ruft er selbst den Notruf. Die Sanitäter kommen, behandeln ihn direkt vor Ort, fahren ihn aber nicht ins Krankenhaus. Solche Rettungseinsätze ohne anschließenden Transport passieren in Pflegeheimen immer wieder. Bis Ende 2026 teilen sich Krankenkassen und Kommunen die Kosten für solche…

Siegfried Trost bekommt in seiner Pflegeresidenz in Leverkusen einen Schlaganfall. Trotz seines kritischen Zustands ruft er selbst den Notruf. Die Sanitäter kommen, behandeln ihn direkt vor Ort, fahren ihn aber nicht ins Krankenhaus. Solche Rettungseinsätze ohne anschließenden Transport passieren in Pflegeheimen immer wieder.Bis Ende 2026 teilen sich Krankenkassen und Kommunen die Kosten für solche Rettungswagen-Leerfahrten. Das gilt aber nur, solange höchstens 15 Prozent der Einsätze sogenannte Fehlfahrten sind. Ab Januar 2027 könnten die Patienten selbst zahlen müssen, wenn sie zwar behandelt werden, aber nicht ins Krankenhaus gebracht werden.Siegfried Trost sagt, dass ihm der Anruf bei der 112 das Leben gerettet hat und er die bisherige Kostenregelung fair findet. Residenzleiterin Stephanie Knoll kritisiert die geplante Änderung: Sie findet es ungerecht, wenn Bewohner in Pflegeheimen die Kosten selbst tragen sollen, obwohl sie oft nicht selbst über ihre Gesundheit entscheiden können.Wie es mit der Kostenübernahme weitergeht, ist noch unklar. Pflegeeinrichtungen und Betroffene hoffen jetzt auf eine dauerhafte und gerechte Lösung.


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