8. SSW: Winziges Baby und erschöpfte Mutter

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Wie entwickelt sich dein Baby in der 8. SSW? Mit welchen Beschwerden hast du zu kämpfen? Wir stehen dir als werdende Mutter mit Rat und Tat zur Seite.

In der 8. SSW bemerkst du definitiv schon Schwangerschaftsanzeichen.

Zwar hast du noch ein klitzekleines Bäuchlein in der 8. SSW (Schwangerschaftswoche), trotzdem bemerkst du vielleicht schon Beschwerden wie Kreislaufschwierigkeiten und Atemnot. Welche Veränderungen dir in der besagten Woche noch begegnen können und in welchem Entwicklungsstadium sich dein Baby befindet, haben wir für dich zusammengefasst:

Die Entwicklung des Fötus in der 8. SSW

Der Fötus misst in der 8. SSW vom Scheitel bis zum Po zwei Zentimeter, schreiben Katharina Mahrenholtz und Dawn Parisi in ihrem Schwangerschaftsratgeber „Schwangerschaft und Geburt“.  Knochen sind aber noch nicht vorhanden. Der Schädel besteht derzeit noch aus dünnem Knorpel, die Ansätze des Gehirns schimmern deutlich hervor. Der winzige Kopf ist stets nach vorn gebeugt, damit der Fötus seinen Körper strecken kann. Zwei kleine Punkte im Gesicht markieren die Augen, die von einer feinen Haut, aus der sich später die Augenlider entwickeln, überzogen sind. Deutlich erkennbar ist in dieser Schwangerschaftswoche bereits die Nasenspitze. Mahrenholtz und Parisi vergleichen das Aussehen des Babys mit einem Gummibärchen, da die Gliedmaßen nur als kleine Beulen zu erkennen sind. Der Saug- und Schluckreflex ist nun vollständig ausgebildet. Der Fötus beginnt etwas vom Fruchtwasser zu trinken, was zu Schluckauf führen kann. Die Mutter spürt dies aber in der Regel erst ab der 22. Woche durch ein Zucken unter der Bauchdecke.

So fühlen Sie sich in der 8. SSW

Bei der leichtesten Anstrengung kannst du ab der 8. SSW Atemnot und Erschöpfung verspüren. Das passiert, weil ein Teil deiner Sauerstoffversorgung nun dem Baby zur Verfügung gestellt wird und sich damit auch dein Blutvolumen erhöht. Kreislaufbeschwerden könnten entweder aufgrund eines zu hohen oder zu niedrigen Blutdrucks eintreten. Der Grund dafür liegt in der hormonellen Umstellung des Körpers. Die Blutgefäße werden erweitert, um die Plazenta besser durchbluten zu können. Das Blut wird dünner, um leichter zur Plazenta zu gelangen und der Körper stellt sich auf vermehrte Blutproduktion ein. Folglich muss dein Herz mehr leisten und das bringt dich schneller aus der Puste.

Unsere Expertinnen

Silvia Höfer und Dr. med. Alenka Scholz informieren in ihrem Schwangerschaftsratgeber „Meine Schwangerschaft“, dass außerdem etwa 20 Prozent der Schwangeren in der 8. SSW Probleme beim Wasserlassen bemerken. Es kann vorkommen, dass die Gebärmutter nicht mehr nach vorne, sondern nach hinten geneigt ist. So entsteht Druck auf die Harnröhre und der Urin kann schlechter ablaufen oder geht unwillkürlich ab. Hier kann dir der Frauenarzt helfen: Er kann die Gebärmutter verschieben, damit die Harnröhre nicht belastet wird. Am Ende des Trimesters richtet sich die Gebärmutter in der Regel wieder von selbst auf.


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